Vorab . . .

Die zumeist sehr umfangreichen Inhalte der bereits ins Netz gestellten Reiki-Seiten, ver-
schaffen dem Reiki-Neuling eine ausgezeichnete Orientierungsgrundlage. Dies jedoch
mit der Einschränkung, dass hier vorzufindende, differierende Aussagen durchaus auch
für Verunsicherung sorgen können.

Dieser Teil meiner Website basiert daher auf dem Wunsch, selbst durchlebte Erfahrun-
gen Interessierten zur Seite zu stellen.

Ich möchte mit äußerster Ehrlichkeit darlegen, in welches - fast todbringende - Labyrinth
mich eigenes, dümmliches Begehren auf meinem persönlichen Reiki-Weg geführt hat.
 
Vielfache, über annähernd zwei Jahrzehnte gelebte Aufenthalte in Südostasien und
Afrika, haben mir immer wieder nicht geahnte Einblicke in ein für uns Europäer nur
schwer nachvollziehbares tiefes Glaubensverhalten gestattet. Damals von diesen Ein-
drücken schon tief berührt, verging gut ein Jahrzehnt, um sodann mit all dem persön-
lich konfrontiert zu werden.
 

 

Jahre später . . .

La Trattoria
- meine Lieblings-Pizzeria. Marilena und Enzo - nicht nur Eigentümer und
Betreiber, nein, auch Freundin und Freund.

Dem flüchtigen, durchreisenden Gast wäre es im Traum nicht eingefallen, zu glauben,
dass Marilena einer der noch schlimmsten Geisseln der Menschheit zum Opfer gefallen
war. Krebs.

In gut drei Jahrzehnten gelebter Gastronomie war es mir nur selten vergönnt (selbst

unter Gesunden) einer ebenbürtigen, lebensbejahenden Frohnatur begegnen zu dürfen.

Im Zurückblicken war es Marilena, die meine Aufmerksamkeit - anfänglich unbemerkt -
mehr und mehr der Spiritualität zuwenden ließ. In den letzten Wochen der ihr zugeteil-

ten Lebenszeit bat sie mich von zeit zu zeit, ihr einfach meine Hände aufzulegen, es täte
ihr sehr gut.

Über ihren Wunsch grübelnd, ersurfte ich unzählige Seiten im Internet, die in irgendei-

ner Weise das Thema Energie behandelten. Dieses Interesse verstärkte sich zuneh-
mend. Zu diesem Zeitpunkt jedoch keinesfalls definiert.

Nachdem wir uns von Marilena verabschieden mußten, sah ich es fast als freundschaft-
liches Vermächtnis, dieses durch sie iniziierte Interesse auch weiterhin zu pflegen.

Energie - Energie, nichts als Energie. Mein gesamtes Denken hatte sich mittlerweile

darauf ausgerichtet. Weiterhin surfte ich durchs weltweite Netz,  jede noch so kleine
Information aufsaugend. Literatur wurde besorgt, Gespräche wurden geführt.

Yoga, Ying & Yang, Strömen, Kundalina-Reiki, Reiki, Lichtarbeit, Astralreisen, Jenseits-
kontakte, Voodoo, Hexen, Shri Yantra, Energie-Stäbe, Orgon, Tachyon, Akkumulatoren,
Schamanen, Runen.

Er mußte kommen - und - er kam, der Tag, an dem mein Verstand diese Informationen
nicht mehr aufnehmen bzw. verarbeiten wollte. Diesem Umstand Tribut zollend, legte

ich  den Hebel um. Ich nahm mir die Zeit, all diesem eine verarbeitbare Ordnung zu ver-
schaffen.

Die Erinnerung an Marilena ließ mich spüren, dass mich Reiki, die universelle Lebens-
energie, in seinen Bann ziehen sollte.

Sensibilisiert durch meine äußerst miserable finanzielle Lage ( . . . im 3. Jahr laufender
Insolvenz
), waren mir die unerklärlich stark abweichenden Preise für Reiki-Einweihun-

gen aufgefallen. Reiki für jeden oder Reiki nur für Wohlhabende. Nein, diese Frage
stellte sich mir nicht. Ich sah mich im Vertrauen an die Worte des Dr. Mikao Usui, die
besagten, dass diese Energie nicht einzelnen, sondern allen Menschen obliegen würde.

In diesem Wissen erinnerte ich mich an die Aussagen einer Website, die davon sprach,
dass Einweihungen auch ohne Lehrer, ohne finanziellen Aufwand zum angestrebten Ziel
führen würden. Im Glück, auch meine Mitbewohnerin Alexandra mit dem Reiki-Fieber

infizieren zu können, erwarb ich das Buch Reiki ohne Lehrer. Wir weihten uns dreimal
in Gegenseitigkeit und fühlten uns - sorry - sauwohl dabei. Es war einfach toll und be-
durfte auch keines Zeitaufwandes, endlich die überall erwähnten warmen, kribbelnden
Hände zu verspüren. Ja, es war wirklich genial, mehr als je erhofft.

Voll der Dankbarkeit dienten wir uns und Freunden als Reiki-Kanal.



Scheinbar vom Wahnsinn getrieben und trotz allem positiven Empfinden meinte ich, zu-
sätzlich doch noch den "normalen" Weg gehen zu sollen. Welcher Unsinn und gravieren-
de Fehler aus heutiger Sicht !

Normaler Weg sollte heißen, nachträglich die Einweihungen nach traditioneller Vorgabe
durch Teilnahme an Reiki-Kursen zu "erwerben". Ein auch von mir bezahlbarer Wochen-
endkurs zum 1. Reiki-Grad wurde daher nach Kenntnisnahme umgehend gebucht.

Liebevoll von meiner Lehrerin Dorothea geleitet, glaubte ich hier noch, den für mich

richtigen Weg gewählt zu haben.

Wohl der ungehemmte Wunsch nach einem Mehr dieser Energie, ließ mich an ein weite-
res Internet-Angebot erinnern. Dieses Angebot versprach, dieses gewünschte Mehr an
Energie ohne in-Kauf-zu-nehmenden Zeitverlust durch kurz aufeinander folgende, un-
komplizierte Weihungen erhalten zu können. Warum also nicht, hatte ich doch gelesen,
Reiki würde immer immer nur Gutes bewirken ? Also los !

Ohne Einweihungen in den 2. Reiki-Grad, ohne Zeitverlust und ohne Reinigungs- bzw.
Reifungsphase, die Reiki
-Meister und Reiki-Lehrer-Weihung in einem "Arbeitsgang".
Eben so, wie von mir gewünscht. Oh Gott - welch hirnloser Schwachsinn !

Der Hinweis des weihenden Meisters/Lehrers, dieses Mehr an Energie könne durchaus
direkt ins Chaos führen, wurde, meiner noch vorhandenen Männlichkeit entsprechend,
lächelnd zur Seite gewischt.

Anmerkung: Diese Einweihungen fanden bei mir Zuhause statt.

Welch fataler, fast tödlicher Schritt !

Unfaßbar aus heutiger Sicht, die armselige Einfältigkeit meiner damaligen Entscheidung.
All das, von mir selbst als so göttlich Empfundene, hatte ich hiermit in Frage gestellt.

Und - eines sollte sich deutlicher darstellen, als zu erahnen ich bereit war:

Göttliche Energie läßt diesen respektlosen Umgang - aus meiner nachträglichen Sicht -
nicht zu !


Schon kurz nach dem Erhalt der Meister-/Lehrereinweihung fiel mir auf, dass das so ge-
liebte, wohlige Kribbeln in den Händen, nicht mehr zu spüren war. Bei jedem zuerst noch
stolzen In-der-Hand-halten der Urkunden, gaben immer ausgeprägtere Empfindungen zu
erkennen, welchem Frevel ich mit meiner Gier nach mehr Energie Vorschub geleistet  hat-
te.

Hastig auf meiner Homepage eingebaute Kopien der Urkunden und mutige Textpassa-
gen entfernte ich,  jetzt bereits gefangen von persönlicher Ängstlichkeit, ebenso hastig.

Zu spät ! Brennen im Bereich Wurzel-Chakra und im gesamten Unterleib. Dies rund um
die Uhr,  tagelang, wochenlang, ja - letztendlich monatelang ! Einblick in die Hölle ! 

Was folgte, war ein schier unbeschreiblicher Weg des Leidens. Für mich - und schlimmer
fast noch - für Alexandra, meine Untermieterin, und meine Freunde.

Anfangs endend in Arztkonsultationen, Verschreibungen unterschiedlichster Medika-

mente, bis hin zu schweren Psychopharmaka. Nach mehrfachem, nächtlichen Aufsuchen
von Notarztpraxen und -diensten folgten Klinikaufenthalte, Darmspiegelungen, Ultra-
schalluntersuchungen des Urinaltraktes, CT, MRT, mehrfache Röntgenaufnahmen,
Besuche bei einer Schamanin, einem Geistheiler, einem Naturarzt und einem kore-
anischen Akupunkteur.

Heinz Güthling war nun klein, ganz klein, verletzlich, hilflos, hoffnungslos. Angewiesen

auf Hilfe von Freunden, von außen. Gefangen in Momenten des hilflosen Weinens.
Eigene Kraft nur noch in der Entscheidung sehend, endlich einen Schlußstrich zu ziehen.
Verloren. Angst nun auch vor dem einst von mir so geliebten Reiki.

Angst auch vor den Nächten und vor dem Alleinsein. Durch eingenommene Medika-

mente geschwächt, nicht mehr ich selbst. Hoffnungslos, hilflos, ängstlich, fast zerstört.
Herausbrechende Tränen - nicht enden wollend. Krämpfe und Angst. Dies alles neben
dem kontinuierlichen Brennen im Unterleib.

Hilferufe, gerichtet an Gott und seine göttlichen Helfer, die Engel. Tiefe, von mir fast er-
zwungene Zweisamkeit mit Alexandra. Gespräche mit Freunden, mit Bäumen, dem

Wasser und Mutter Erde. Im zutiefst bedrückenden Alleinsein sogar Gespräche mit 
Toni, meinem Beo.

All dies führte zu dem Entschluß, mich den im Internet angebotenen Reiki-Foren anzu-
vertrauen. Eine Welle ungeahnter Hilfsbereitschaft überflutete mich. Noch einmal an

dieser Stelle meinen herzlichsten Dank dafür.

Vom Wissen um meine Reiki-Unzulänglichkeit beseelt, manifestierte sich mehr und

mehr der Wunsch, die erhaltenen Meister- und Lehrereinweihungen rückgängig zu
machen. Ich verbrannte - als Zeichen und in tiefem Empfinden - die erhaltenen Urkun-
den und zerstörte zugleich den mir überreichten Meisterstein bis zur Unkenntlichkeit.
Ein erster Schritt war getan.

Auch mein zweiter, inniger Wunsch, den geöffneten Kanal wieder zu verschließen,

wurde erfüllt. Dies im Erahnen, dass real gar nicht möglich.

Und doch war ich mir nie so nah, hat sich Liebe so angefühlt, habe ich Freundschaft mit 
solchen Augen gesehen. Nie war ich rücksichtsvoller mit dieser Welt. Habe nie intensiver
gespürt, gefühlt und geglaubt.

Das hier Gespiegelte offenbart lediglich meine Gedanken und meine Gefühle. Kann und
soll aber nicht zwingend Ratgeber sein.

Nie zuvor war mir eines bewußter: Gott zeigt uns - auf unser Bitten hin - den für uns von
ihm vorgezeichneten Weg. Uns dessen bewußt, sollten wir sehr behutsam mit den von
ihm bereitgestellten Energien umgehen und nicht, wie ich, der Versuchung verfallen, mit
diesen Energien profitabel umgehen zu wollen.

Mit Unterstützung von Sabine Semeraro (heute Rowher), Hamburg, habe ich wieder ins
Leben zurückgefunden. Arbeite erneut voller Freude im Reiki und bin voller Hoffnung auf
eine erfüllte Zukunft.

Am 26. Januar 2005 habe ich sogar den Schritt gewagt, mich als Reiki-Praktizierender
selbständig zu machen. Und - obwohl ängstlich in wirtschaftlicher Hinsicht, mehr als
glücklich darüber, anderen Menschen als Reiki-Kanal dienen zu dürfen.

Die Möglichkeit, als Reiki-Meister Einweihungen vornehmen zu können, werde ich auf-
grund der hier wiedergegebenen persönlichen Erfahrungen nur sehr eingeschränkt und
verantwortungsvoll wahrnehmen.

Ich freue mich über Ihr/Dein Interesse.





Bevor ich meine Gedanken nun verschließe, möchte ich den nachfolgend genannten Be-
gleitern meine tiefe Dankbarkeit aussprechen, da ich glaube, dass ich es ohne deren Hil-
fe und deren geduldigen Beistand nicht bis heute geschafft hätte.

Dies sind:


Alexandra Sandvoß, Sabine Semeraro, Cord, Dörte, Frau Niehaus, Mario Hené, Britta,
Veronika u. Jan, Frau Dr. Hinz, Dr. Seitz, Irmela u. Holger aus Clenze, "Katze", Toni, 
Peter Delisle, Frau Dr. Toboldt , Eckart Warnecke und seine Reiki-Gruppe, die
Caduceus-Klinik.

Desweiteren Dr. Rennekamp, Frau Dr. Reuter, Dr. Bahlmann und Dr. Wilkens in ihrem
Bemühen, mir zu helfen.

Nicht zu vergessen die im Internet angerufenen Foren !

... und aus diesen Foren besonders:


Manfred, die beiden Petra´s, Yahsira, Silke, Morgan, Evelin, Sylvia, Herbert,  Hari Har
Singh und all die vielen anderen.


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